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20.04.2016 Klecken: Großfeuer fordert Todesopfer

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Klecken. Bei einem Großfeuer in Klecken (Gemeinde Rosengarten, Lk. Harburg) in der Nacht vom 19. Auf den 20.04.2016 ein Mensch ums Leben gekommen; zwei Personen erlitten Rauchgasvergiftungen.
Kurz vor halb zwölf in der Nacht zum Mittwoch alarmierte die Rettungsleitstelle in Winsen die Freiwilligen Feuerwehren Klecken, Eckel, Leversen-Sieversen und Nenndorf zu einem Gebäudebrand im Lönsweg in Klecken. Nach ersten Meldungen sollten sich noch Personen im Gebäude befinden.
Bei Eintreffen der ersten Kräfte der Feuerwehr schlugen bereits Flammen aus den Fenstern im Erdgeschoß. Ein Bewohner des Hauses wurde vor dem Gebäude angetroffen und mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert. Auch ein Feuerwehrmann musste mit einer Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert werden.
In dem alten Gebäude breiteten sich die Flammen sehr schnell aus. Unter Leitung von Kleckens Ortsbrandmeister Dirk Behmer wurden umgehend Trupps unter umluftunabhängigem Atemschutz in das brennende Gebäude geschickt, um nach einer weiteren vermissten Person zu suchen. Gleichzeitig wurde eine Wasserversorgung zur Brandstelle aufgebaut.
Um den Bedarf an Atemschutzträgern zu decken, wurden in der Folge die Wehren aus Vahrendorf-Sottorf, Bendestorf, Emsen und Iddensen sowie die Drehleiter der FF Buchholz nachalarmiert.
Das Feuer hatte sich zwischenzeitlich in den Dachboden des Hauses ausgebreitet und über einen Verbindungsbau auf ein weiteres Wohngebäude übergegriffen. Mit einem massiven Löscheinsatz gelang es, das Feuer hier zu stoppen. Dazu wurden große Teile der Dacheindeckung abgenommen, um an die Brandnester heranzukommen.
Im Vorderhaus konnten die eingesetzten Atemschutztrupps die vermisste Bewohnerin im Verlauf des Einsatzes im Erdgeschoß auffinden und aus dem Haus bringen. Der hinzugerufene Notarzt konnte jedoch nur noch den Tod feststellen.
Kreisbrandmeister Volker Bellmann, seine Stellvertreter Sven Wolkau und Torsten Lorenzen sowie Gemeindebrandmeister Stephan Wilhelmi machten sich an der Einsatzstelle ein Bild von den Löscharbeiten.
Zum Einsatz kamen im Verlauf des Einsatzes der von der FF Kakenstorf und Buchholz gebildete Verpflegungszug der Kreisfeuerwehr Harburg, sowie die FF Hörsten mit dem Abrollbehälter Atemschutz der Feuerwehrtechnischen Zentrale.
Vor Ort waren zudem Rettungsdienstkräfte der Johanniter Unfallhilfe und des DRK sowie die Notfallseelsorger der JUH.
Die Ermittlungen zur Brandursache hat die Polizei aufgenommen.


Bericht: Mathias Wille, KPW-V Lk. Harburg
Bilder: Mathias Wille, KPW-V Lk. Harburg

Freiwillige Feuerwehr Kakenstorf

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